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Hier erfahren Sie Neuigkeiten und Wissenswertes zum Thema Human Resources Management und über unser Unternehmen.

In unserer Bibliothek finden Sie Artikel rund um Themen, die Bezug haben zu dem, was wir tun!
Bitte „greifen“ Sie zu!

Ulrich v. Prittwitz ist sehr aktiv auf Facebook, LinkedIn und Xing. Dort finden Sie Text- und Videobeiträge zur Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Zukunft der Medizin, Modernen Zusammenarbeit und vielen weiteren, aus unserer Sicht interessanten und kurzweiligen Themen. Werden Sie Teil seines Netzwerks und diskutieren Sie mit!

"Führen nach Zahlen" I Interview mit Dr. José Campos Nave, geschäftsführender Partner bei RÖDL & PARTNER, Frankfurt am Main/ Eschborn

1. FRAGE VPG:

Herr Dr. Campos Nave, Sie sind seit Ende 2014 als geschäftsführender Partner bei Rödl & Partner für ca. 350 Anwälte weltweit zuständig. Wie geht das, über Distanz zu führen?

ANTWORT Herr Dr. Campos Nave:

Das geht gut. Meiner Einschätzung nach hängt dies vor allem von einer klaren und verlässlichen Kommunikation ab.

2. FRAGE VPG:   

Was verstehen Sie unter klarer und verlässlicher Kommunikation?

ANTWORT Herr Dr. Campos Nave:

Ich halte aktiv den Kontakt und höre zu. Ich gehe regelmäßig auf meine Führungskräfte zu. Ich formuliere die Anforderungen von Rödl & Partner an seine Führungskräfte sehr klar, versuche Ziele messbar zu machen und kontrolliere in regelmäßigen Abständen den Zielerreichungsgrad. Ich halte nichts davon, Dinge einfach laufen zu lassen, sondern „monitore“ Ergebnisse, d.h. ich hinterfrage sie zeitnah. Meine Führungskräfte wissen das. (mehr …)

Warum es sich lohnt seinen Führungskräften zu vertrauen | Interview mit Frau Dr. Marion Friers, Geschäftsführerin der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken

1. FRAGE VPG:

Frau Dr. Friers, Sie haben vor wenigen Jahren die Geschäftsführung für den Bereich Personal, Pflege & Kommunikation in den Frankfurter Rotkreuz-Kliniken übernommen. Was waren hierbei – bezogen auf das Thema Führung – Ihre größten Herausforderungen?

ANTWORT Frau Dr. Friers:

2012 setzte der Vorstand der Frankfurter Rotkreuz-Kliniken eine umfassende Umstrukturierung der Kliniken auf. Hintergrund war natürlich die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu erhöhen. Ein wesentliches Element dabei war die Veränderung in der Managementstruktur selbst mit dem Ziel die wenig zeitgemäße und als patriarchalisch zu bezeichnende Führung abzulösen und in der Geschäftsführung die unterschiedlichen Kompetenzen und Qualifikationen moderner Unternehmensführung zu verbinden. Herausforderungen gab es einige, in Bezug auf das Thema Führung waren es aber vor allem zwei Aspekte: Patriarchalisch geführte Organisationen bringen es mit sich, dass Mitarbeiter – auch Führungskräfte – ihre Führungsverantwortung quasi „nach oben“ abgeben. Als neue Geschäftsführung war es aber unser Ziel und damit auch unsere Herausforderung, Führungskräfte aufzubauen, die Führungsverantwortung bewusst annehmen und ihre Abteilungen im Sinne der Unternehmensstrategie gestalten, Entscheidungskompetenz inbegriffen.

Die zweite große Herausforderung zeigte sich in der Führungskommunikation selbst sowie in der Entwicklung eines klaren Arbeitgeberprofils.

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Sind Führungskräfte in der Sozialwirtschaft die besseren Führungskräfte? | Interview mit Prof. Dr. Stefan Jung

1. FRAGE VPG:
Herr Professor Jung, Sie sind Professor für Management und Organisation an der Internationalen CVJM-Hochschule in Kassel.
Als Kenner der Sozialwirtschaft zählen auch Management- und Führungsmethoden zu Ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten. Was sind die fünf Kernkriterien guter Führung?

ANTWORT PROF. JUNG:
Leider gibt es eine solche Checkliste mit Kriterien nicht. Aber es gibt drei Punkte, auf die sich Führungskräfte heute einstellen müssen: Führungskräfte müssen erstens mit verschiedenen und sich teilweise widersprechenden Erwartungen und Ansprüchen umgehen können.
Aus unserer eigenen Forschung zur Führung in diakonischen Unternehmen weiß ich, dass die Führungskräfte dort wirtschaftliche und religiöse Ansprüche austarieren müssen. Sie können zwar mal die ökonomische, mal die diakonische Seite stärker betonen, aber sie können sich nicht nur auf eins versteifen und das andere außen vor lassen. Und auch außerhalb der Sozialwirtschaft müssen die Führungskräfte verschiedenen Ansprüchen gerecht werden: Nicht alles, was die Rendite fördert, ist gut für das Image und lässt sich ohne Widerstände durchsetzen. Oder die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sind nicht immer kongruent mit den Bedürfnissen der Mitarbeitenden. Führungskräfte müssen mit all diesen Anforderungen und teilweise widerstrebenden Bedürfnissen umgehen können, was nicht einfach ist.
Wenn man so will: eine gute Führungskraft ist ambivalenzfähig.

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